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Univers


Geschichtlicher Kontext

Die erste Grotesk

Die erste „serifenlose Grotesk“ wurde Anfang des 19. Jahrhunderts
von William Caslon entwickelt. Sie wurde „Grotesk“ genannt,
da serifenlose Schriften als grotesk wahrgenommen wurden.
Die „Akzidenz Grotesk“ wurde 1898 veröffentlicht und gilt
als Vorläufer vieler serifenloser Schriften.

 

Die Bauhauspädagogik

nimmt in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts großen Einfluß
auf die Typographie:
• Typographie ist zweckbetont
• Zweck ist Mitteilung (kürzeste, einfachste, eindringlichste Form)
• klare Gestaltungsraster
• geometrische Formen

 

„Schweizer Typografie“ und Ulmer Schule

Mit dem Nationalsozialismus brach die Entwicklung der Grotesken
in Deutschland bis in die 50er Jahre ab. Die Schweiz wurde zunächst
Zentrum serifenloser Schriften. Die Typografie der Schweiz ab etwa
1955 ist bis Heute als „Schweizer Typografie bekannt. Neben Adrian
Frutiger sind Max Bill und Anton Stankowski Beispiele prägender
Typografen der „Schweizer Typografie".

Die Weiterführung des Bauhausgedanken geschah in Deutschland
vor allem durch die Ulmer Schule. Die Hochschule für Gestaltung
Ulm wurde 1953 von Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher, Max Bill und
weiteren in Ulm gegründet und bestand bis 1968. Sie gilt als die
international bedeutendste Design-Hochschule nach dem Bauhaus.
Sie war der Wegbereiter und Vorbild sowohl für künftige Design
Studiengänge an Hochschulen für Gestaltung als auch für das Berufs-
bild des Dipl.-Designers.

Adrian Frutiger

Alphabet geboren 1928, Schweiz
Graphikdesigner, Illustrator, Lehrer bedeutender Schriftgestalter
  (20.Jh)
1957 veröffentlichte er die „Univers“ für Deberny&Peignot
zunächst 21, dann 27 Varianten der Univers
1997 veröffentlichte Linotype GmbH 63 gänzlich überarbeitet
  Schnitte der Schriftfamilie (Platinum Collection)
bis heute eine der meist genutzten serifenlosen Schriften
  (Audi, Deutsche Bank, Mac- Tastatur (als Kursivvariante) ... )























Schriftklassifizierung: „Serifenlose Linearantiqua“
(nach DIN 16518:Gruppe VI)













Schriftbeispiel: Gill


keine Serifen
senkrechte Achsen
Oberlänge der Kleinbuchstaben (Gemeine, Minuskel) und
  Versalhöhen oft gleich groß
optisch gleiche Strichstärke
keine Tropfen
Beispiele: Helvetica, Gill, Futura, Akzidenz-Grotesk, Univers,
                 Avand Garde Gothik, News Gothik, Kabel, Frutiger, Rotis
                 Sans, Stone Sans



Merkmale und Eigenschaften der Univers

Frutiger legte besonderen Wert auf die Strichstärkenabstimmung
  zw. Versalien (dicker) und Minuskeln (dünner)
Mittellänge/ X-Höhen sind sehr hoch





Schriftfamilie

= Gruppe zusammengehörender Schriftschnitte mit unterschied-
  lichen Breiten (condensed, extended,...), Strichstärken (light, bold,...)
  und Zeichenlagen (regular, italic, … )
stammen in der Regel von einem Entwerfer und weisen gemein-
  same Formmerkmale auf
Univers gilt als erste geplante Schriftfamilie



Gliederung des Adrian Frutiger

setzte eigenes Zahlensystem ein
erste Zahl (Vertikale) für den Duktus (Strichstärke):
  40= leicht, 90= fett
zweite Zahl (Horizontale) für die Dickte (Schriftzeichenbreite):
  3= breit, 8= schmal
die Linotype Univers (63 Varianten) hat dritte Stelle in Bezifferung:
  0= regular, 1= italic
die Linotype Univers beginnt mit 1= ultra light (sehr leichter
  Duktus) an erster Stelle der Bezifferung
die Linotype Univers beginnt mit 1= extra extended (sehr breite
   
  Dickte) an zweiter Stelle der Bezifferung
das System wurde nur selten von anderen Schriftgestaltern
  verwendet






Schrift allgemein

bestimmte Anzahl Letter bilden einen Schriftzeichensatz
Groß- und Kleinvariante der Letter
Zeichen (Satzzeichen, mathematische, @ ...)
Systemschriften werden durch Weiterverarbeitungsprozesse leicht
  beschädigt und sind somit für Drucke ungeeignet
Postschriften Überleben Verarbeitungsprozesse bis zum Druck, da
  die Glyphen als Vektoren angelegt sind.
Opentype, ein ursprünglich von Microsoft, später gemeinsam
  mit Adobe, entwickeltes Format für Fonts, wurde 1996 veröffentlicht
  und ab 2000 wurde eine größere Anzahl OpenType-Fonts auf den
  Markt gebracht. OpenType-Fonts bestehen immer nur aus einer
  Font-Datei, im Gegensatz zu PostScript, bei dem ein Font aus bis
  zu fünf Dateien bestehen kann bzw. Fonts für die Apple-Mac- 
  intosh-Plattform, die in sogenannten Ressource-Dateien unter-
  gebracht sein können.
TrueType ist ein Schriftdarstellungsstandard für Bildschirm und
  Druck (engl. „true type“: „echte Schrift“ bzw. „echter Buchstabe“ ).
  Er ist in die Betriebssysteme Windows und Mac OS integriert und
  unter Unix-ähnlichen Betriebssystemen mit FreeType verfügbar.
  TrueType-Schriften gehören zu den Outline-Schriften. Sie werden
  nicht aus einzelnen Pixeln aufgebaut, sondern nach dem Prinzip
  einer Vektorgrafik aus Konturen. Der Vorteil der Vektordarstellung
  ist die verlustfreie Skalierbarkeit, d. h. die Größe der Schrift ist
  beliebig veränderbar. Erst bei der Ausgabe auf unterschiedlichen
  Geräten, meist Bildschirm und Drucker, werden die Konturen
  mit Pixeln gefüllt Adobe PostScript ist eine von Chuck Geschke
  und John Warnock, den Gründern von Adobe ® Systems  
  Incorporated, entwickelte Seitenbeschreibungssprache (Pro-
  grammier   sprache), um – vereinfacht formuliert – digitale
  Schriftzeichen (Fonts), Grafiken und Bilder so darzustellen, dass
  diese größen- und systemunabhängig in einer relativ verlust-
  freien Qualität auf Peripheriegeräten (z.B. Laserdrucker, RIPs etc.)
  weiterverarbeitet oder ausgegeben werden können.
Unterschiede zwischen Glyphen und Zeichen
Zeichen sind die durch den Unicode-Standard zugewiesenen
  Code-Punkte, die für die kleinsten semantischen Einheiten der
  Sprache stehen, wie z.B. Buchstaben. Glyphen sind bestimmte
  Formen, die solche Zeichen annehmen können. Ein Zeichen kann
  mehreren Glyphen entsprechen.



Schriftsippe

auch „ Schriftsysteme“ oder „Corporate Fonts“
„Als Schriftsysteme werden zusammengehörige Schriftarten
  bezeichnet, die typometrisch aus dem gleichen Grundkörper
  entwickelt wurden und deren Zeichen (...) in der Regel die
  gleichen Grundformen und Proportionen enthalten“
Eine Schriftsippe besteht aus Schriftfamilien unterschiedlicher
  Schriftstile, (z.B. Grotesk, Antiqua und Egyptienne) einer Schrift zu
  Grunde liegen.
meist bilden zwei bis vier Schriftfamilien eine Schriftsippe
es existieren nur wenige Schriftsippen.
Beispiele dafür sind „Myriat“, „Corporate“, „Minion“, The Sans“
  und „Stone“.
nicht jede Schriftfamilie gehört einer Schriftsippe an, sondern
  Schriftsippen werden als solche entwickelt.
Mittellängen, Versalhöhen der Schriftstile sind kalibriert
  (gleiche Proportionen).
Grauwert ist abgestimmt
Verwendung meist in großen Firmen mit unterschiedlichen
  Einsatzbereichen, z.B. Inlands-/Auslandsangelegenheiten oder
  bei Verwendung verschiedener Sprachen
Fiktives Beispiel:


18.12.09 13:38
 


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