* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Letztes Feedback
   4.10.16 07:14
    Hello!
   5.10.16 13:30
    Hello!
   6.10.16 19:42
    Hello!
   8.10.16 01:50
    Hello!
   9.10.16 08:00
    Hello!
   21.10.17 02:04
    пар






Typografie

Grundlagen

Zitate

Jan Tschichold, Kalligraph, Typograph, Plakatgestalter

“Gute Typographie ist so, wie ein guter Diener gewesen sein mag: da und
doch nicht bemerkbar; unauffällig, aber eine Voraussetzung des Wohl-
befindens, lautlos,geschmeidig […] Gute Schrift, richtige Anordnung; das sind
die beiden Pfeiler allerSchriftkunst.“


Kurt Schwitters, dt. Maler, Dichter, Werbegrafiker, Dadaist

„Typographie kann unter Umständen Kunst sein.“


Kurt Weidemann, Autor, Typograph, Grafikdesigner

„Typographie ist eine Dienstleistung. Die Kunst dabei ist vor allem die
Kunst, von sich selbst weitgehend absehen zu können, sich nicht zwischen
Autor und Leser zu drängen. Schriftkunst ist anonym; sie hat ihre Kenner,
aber sie hat kein Publikum.“




Was versteht man unter Typografie?

kulturhistorisch (Renaissance): alle Bereiche Buchdruckerkunst
heute: Typografie als Gestaltungsprozess von Texten für
   
  drucktechnische
Vervielfältigung/virtuelle Wiedergabe
Wissen um Betrachtungs- und Lesegewohnheiten eingeschlossen



 Grundbegriffe der Typografie

 

Alphabet: geordnete Folge Buchstaben/Zeichen einer Sprache
Dickte: Schriftzeichenbreite
Duktus: Strichstärke, Strichführung
Durchschuss: nicht gedruckter Zwischenraum zwischen zwei Zeilen

                    

Font: digitaler Zeichensatz einer Screen-, Pixel- oder Druckschrift
Gemeine: Kleinbuchstaben, auch Minuskel genannt
Graphem: kleinstes, bedeutungskennzeichnendes Merkmal eines
                 Schriftsystems
Glyphe: Graphem, das innerhalb eines Schriftstils in unter-
              schiedlichen Gestaltungsvarianten vorliegt
Grauwert: Verhältnis von Textblock zu Weiß (Dunkel/Helligkeit)
Initiale: Buchstabe, größer als Fließtext, dient zur Strukturierung,
              nicht unbedingt ausgeschmückt z.B. Absatzanfang

                       


Kapitälchen: Großbuchstabe auf der x-Höhe
                     


Laufweite: Abstand der Buchstaben (Spationierung = Raum)
Ligatur: Verbindung zwei/drei Buchstaben durch Drucktype
Punze:
Buchtabeninnenraum (offen/geschlossen)
Schriftbreite: Breite der Buchtstaben einer Schrift (schmal/  
                     condensed, normal/ regular, breit/ extended,
                     extrabreit/ extra extended)
Schriftlage: Schriftmodifikationen (kursiv/ italic/ oblique, kontuiert/
                   outline, schattiert/ shadow, Kapitälchen/ caps)
Schriftschnitt: eine Variation einer Schriftart, kann sich in
                      Schriftbeite, -stärke und -lage unterscheiden
Schriftstärke: Stärke der Linien einer Schrift, stark durch An- und
                      Abstrich beeinflusst
Serife: Füßchen an Buchstaben
Versalie: Großbuchstaben, auch Majuskeln genannt
Versaler Satz: Schriftsatz mit ausschließlich Großbuchstaben
                       (schlecht lesbar)
Versalhöhe: Höhe Großbuchstaben, definiert Schriftgröße am „H" 


                   

Stilrichtungen

Anwender-Typografie: dominanter Bereich, 70-80% im tägl. Leben
Illustrative Typografie: unter 10%


 

Semantische Typografie: Logotypie, Branding,...

 


Schriftklassifikationen

Venezianische Renaissance Antiqua

entwickelt zw. 14-16 Jh.
überwiegend gleichmäßige Strichstärke
Symmetrieachse bei Rundungen leicht linksgeneigt
Querstriche u. Dachansatz schräg
runde Serifen












Französische Renaissance Antiqua

wie venezianische zw. 14. – 16. Jh.
Unterschied: deutliche Linksstellung der Symmetrieachse
Querstriche waagerecht
Strichstärkenkontrast ausgeprägter


Barock Antiqua

Ende 16. – 18. Jh.
Serifenansatz fast gerade
Strichstärkenkontrast sehr deutlich
Querstriche gerade und Symmetrieachse leicht linksgeneigt

   

Klassische Antiqua

zw. 1750 – 1800
Dachansatz u. Querstriche waagerecht, senkrechte
  Symmetrieachse
feine Serifen
deutlicher Strichstärkenkontrast    













Serifenbetonte Linear-Antiqua

auch Egyptienne, 19. Jh.
deutliche Serifen
geringer Strichstärkenkontrast
Symmetrieachse senkrecht
wirkt teilweise konstruiert      

Serifenlose Linear-Antiqua

auch Grotesk, im 19. Jh.
keine An- /Abstriche am Ende der Buchstabenstriche
Symmetrieachse senkrecht
fast kein Strichstärkenkontrast
einige wirken technisch konstruiert       

 










Antiqua-Varianten

auch Varia- oder Bastard-Schriften
typologisch wie die Gruppen 1 – 6 jedoch Abwandlungen         

Schreibschriften

alle von der ursprünglich lateinischen Handschrift abgeleitet
auch Pinselschriften,
da die Strichführung dem Wechselzug-
  charakter entspricht  


Handschriftliche Antiqua

Striche haben Charakter von Pinsel
Strichführung nur eine Zug-Richtung

Gebrochene Schriften

zw. 11.-15. Jh.
mittelalterlich, hart, urtümlich
fünf Untergruppen:
     - Gotisch (11. Jh.)
     - Rundgotisch (14. Jh.)
     - Schwabacher (14.-15. Jh.)
     - Fraktur (15. Jh.)
     - Fraktur-Varianten

                    

 









F
remde Schriften

nicht unser Zeichensatz
beispielsweise chinesische, japanische, russische, hebräische
  Schriftzeichen  
    

 

16.12.09 15:16
 


Werbung


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(18.7.11 22:01)
super!


ArthurWeevy / Website (21.10.17 02:04)
паронит толщина
http://megasto.com.ua/catalog/paronit/ - паронит фото
паронит цена
паронит температура
hoOzbnu17659 298N

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung